Wir Schwestern des Dürener Karmel folgen als Mitglieder des Ordens der Allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel einer kontemplativen Berufung. In Gebet und Hingabe an Gott dienen wir der Kirche und allen Menschen. Auf äußere apostolische und karitative Tätigkeiten verzichten wir. Unser Wirken vollzieht sich nicht in der Öffentlichkeit, sondern im abgegrenzten Lebensraum des Klosters.
"Die Bindung des kontemplativen Lebens an das Gebet Jesu an einem einsamen Ort deutet auf eine einzigartige Weise der Teil-habe an der Beziehung Christi zum Vater hin. ... Die einsame Zelle, das geschlossene Kloster sind der Ort, an dem die Nonne als Braut des fleischgewordenen Wortes ganz mit Christus in Gott vertieft lebt.“ (Verbi sponsa, Nr.3.)
Die Kirche weiß auf Grund der ihr vom Heiligen Geist geschenkten Einsicht, dass sie ihren Weltauftrag nur dann erfüllen kann, wenn sie in tiefer Gottverbundenheit verharrt und betend ihr gesamtes Tun vorbereitet und begleitet. So ist die Kontemplation der Wurzelgrund aller Aktion.
Um diesen Auftrag zu verwirklichen, empfängt die Kirche von Gott Geistesgaben und Berufungen aller Art. Dazu gehört auch die Berufung zum beschaulichen Leben in der Verborgenheit des Karmel.
Einsamkeit und Gemeinschaft, Gebet und Arbeit sowie Zeiten der Erholung wechseln einander ab. Das über den Tag verteilte Stundengebet der Kirche, die Feier der heiligen Messe, geistliche Lesung und Stunden stiller Betrachtung bilden die tragenden Elemente des klösterlichen Lebens.
| 5.55
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Laudes (Morgenlob der Kirche)
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| 7.15
| Terz (Bitte um den Heiligen Geist)
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| 7.30
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Eucharistiefeier,
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| 11.15
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Sext (Stunde der Kreuzigung Jesu),
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| 13.00
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Non (Gedächtnis des Todes Jesu)
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| 14.15
| Arbeitszeit / Kaffee
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| 15.00
| Todesstunde Jesu: Stilles Gedenken für alle Sterbenden
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| 16.45
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Vesper (Abendlob der Kirche)
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| 18.00
| Abendessen; danach gemeinsame Erholung
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| 19.30
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Komplet (Abendgebet der Kirche)
Lesehore (nächtliches Chorgebet)
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| 22.00
| Nachtruhe
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Neben den für ein kontemplatives Kloster wesentlichen Zeiten, die ganz dem Verweilen bei Gott gewidmet sind, und den notwendigen Arbeiten im Haus und Garten – wozu auch Verwaltung, Ausbildung, Krankenpflege gehören -, ist die eigentliche „Erwerbsarbeit“ (in unserer Buchbinderei) nicht so umfangreich, daß wir mit deren Ertrag unseren gesamten Lebensunterhalt decken und das Kloster erhalten könnten. Viele Menschen, die sich uns verbunden wissen, tragen auf mancherlei Weise dazu bei, durch Geldspende, Sachspende und unentgeltlichen Dienstleistungen wie Botengänge, Fahrdienste, Gartenarbeit, handwerkliche Tätigkeiten und mehr, was uns mit tiefer Dankbarkeit erfüllt und zu großer Treue in unserem Dienst verpflichtet und aufruft.
Um insbesondere den Erhalt von Klostergebäude und Kirche zu sichern, ist auf Wunsch des Aachener Bischofs im Jahr 2004 der Verein "Freunde und Förderer des Dürener Karmel e.V." gegründet worden, dem bis Januar 2006 bereits über 320 Personen beigetreten waren. Die Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag von € 18; weitere Spenden sind immer willkommen.